Granola

Der Duft von selbst gemachtem Granola ist wundervoll. Es riecht nach Butter und Honig, Zimt und Kardamom, Schokolade und Kokos. Es ist überhaupt nicht schwierig sein Müsli selber zu machen, alles was man benötigt ist Zeit und Geduld und wer einmal auf den Genuss gekommen ist, wird nicht mehr darauf verzichten wollen. Am besten man schiebt das Müsli abends kurz vor 20:00 Uhr in den Ofen (Samstag oder Sonntag bieten sich an) und nutzt die Werbepausen auf den Privatsendern um alles gut durchzuschütteln. Wenn der Film fertig ist, ist das Müsli auch so weit.

Ich schmeiße alles rein, was ich noch im Vorratsschrank habe, und das ist immer erstaunlich viel. Irgendwie sammeln sich ständig Reste von Nüssen, Trockenfrüchten und Flocken an.

Dieses Rezept hier ist für ein eifaches Knuspermüsli. Trockenfrüchte oder Nüsse kann man je nach Geschmack dazu geben oder auch komplett weg lassen und das Beste ist, das Müsli ist frei von Palmöl. Wer die Zutaten im unverpackt-Laden holt, ist auch noch müllfrei unterwegs.

  • 500g Hafer- oder Dinkelflocken
  • 250ml Honig
  • 100g Butter oder Kokosöl
  • 50g Leinsamen, geschrotet
  • 100g Kokosflocken
  • Nüsse und Trockenfrüchte nach Belieben
  • je 1/2 TL Zimt/Kardamom

Das Fett und den Honig in einem Topf bei niedriger Hitze zum schmelzen bringen.

Die Haferflocken mit den Gewürzen, den Leinsamen und Kokosflocken in einer großen Schüssel vermischen. Die flüssige Honigmischung dazu geben und alles gut verrühren, bis alles gleichmäßig feucht ist. Dann entweder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben oder in eine große Flache Form füllen. Die Trockenfrüchte und Nüsse würde ich noch nicht dazu geben, denn die werden sonst hart im Ofen.

Im Backofen bei 100°C Umluft „trocknen“ und gelegentlich umrühren. Das wichtigste ist, dass alles gut durchtrocknet. Nach ca. 1,5 Stunden kann man das Müsli raus nehmen und nochmals gut umrühren. Jetzt kann man auch sofort die Nüsse und Trockenfrüchte dazu geben und mischen. Das Müsli ist immer noch klebrig und muss, so lange es noch warm ist, in eine mit Backpapier ausgelegte Form. Jetzt noch mal 10 Minuten warten (ich würde Zähne putzen empfehlen) und dann noch ein letztes mal durchmischen. Das muss leider sein, sonst habt ihr morgens einen großen verklebten Klumpen. Jetzt geht ins Bett und freut euch aufs Frühstück. Gute Nacht!


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Apfel-Rotkohl Salat mit Sesam-Ingwer Dressing

Rotkohl ist voller Vitamine (nur 200g decken den emfohlenen Tagesbedarf an Vitamin C), sondern bietet auch B Vitamine, Vitamin K und E, Spurenelemente und Mineralstoffe. Also eigentlich alles, was unser Körper in der kalten Jahreszeit benötigt. Dazu wächst er vor unserer Haustür und ist selbst in Bio-Qualität vergleichsweise preiswert. In „Ein Jahr quer durchs Beet“ haben wir im Januar auch schon einen fantastischen Rotkohlsalat mit Grapefruit und Avocado. Dieser hier kommt ziemlich Asiatisch daher…und auch ziemlich geil!

Richtig lecker schmeckt der Rotkohl auf einem knackigen grünen Salat und mit etwas gebackenem Halloumi oder Tofu getoppt.

  • 1/2 Rotkohl
  • 1 Apfel

Für das Dressing

  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL Tamari
  • 1 EL geröstetes Sesamöl
  • 1 TL Honig
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 EL Teriyaki Sauce
  • 1 TL Sesam
  • 1 cm frisch geriebene Ingwerwurzel
  • 1 EL natives Rapsöl
  • 1 Chili (hier kann jeder selber entscheiden wie scharf es seien darf)

Den Rotkohl waschen und mit der Küchenmaschine oder einer Raspel fein raspeln. Den Apfel waschen, entkernen und in feine Scheiben schneiden.

Für das Dressing alle Flüssigen Zutaten mischen.

Den Ingwer dazu reiben.

Die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden, auch untermischen.

Den Sesam in einer Pfanne ohne Öl so lang rösten, bis sie duften. Dann im Mörser zerreiben und unter das Dressing mischen.

Die Chili entkernen und in kleine Scheiben schneiden. Wie viel davon in das Dressing darf, hängt von jedem individuell ab.

Dann alles vermischen und am besten 1 Stunde ziehen lassen.

Rote Beete Suppe mit Kokosmilch, Kurkuma & Limettenblätter

Limettenblätter gehören für mich in jedes Thai-Curry, aber ich schaffe es nur selten in die Stadt zum Asialaden um mich damit einzudecken. Umso erfreuter war ich also, als wir im Herbst in Kärnten waren und ich dort eine Bio-Zitruspflanzen-Zucht entdeckt habe. Und weil der Baum schon recht groß und das Auto schon recht voll bepackt war, musste der Baum in meinen Fußraum auf dem Heimweg. Manchmal muss man eben die Beine breit machen, wenn man etwas möchte.

Und weil Rote Beete und Limettenblätter die besten Freunde sind, habe ich, angelehnt aus dem Curry aus unserem Kochbuch, ein schnelles Süppchen gezaubert. Mjamm mjammm

  • 2 große Rote Beete
  • 4 Limettenblätter
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 2cm Ingwer
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stange Zitronengras
  • 2cm frisches Kurkuma
  • 1 Limette
  • 1/2 Chili
  • 1TL Fischsauce (optional)

Den Ingwer und den Kurkuma schälen und klein schneiden. Die harte äußere Haut vom Zitronengras schälen und das weiche innere kleine schneiden. Dann alles zusammen mit dem Knoblauch, der Zwiebel, der halben Chili und Drittel Dose Kokosmilch im Mixer zu einer glatten Paste zerkleinern.

Die Rote Beete schälen und in kleine Würfel schneiden.

Die Paste in etwas Öl andünsten und mit der restlichen Kokosmilch ablöschen. Die Dose noch einmal mit Wasser füllen und auch dazu geben. Dann die Rote Beete, Limettenblätter die äußere Hülle vom Zitronengras und Salz dazu geben und mit dem Deckel ca. 15 Minuten köcheln lassen. Wenn die Rote Beete weich ist, mit Salz und Limettensaft abschmecken. Zum Schluss kann man noch einen TL Fischsoße dran geben. Das muss aber nicht sein, denn die ist nicht jedermanns Sache.

Paprika Cremesüppchen mit viieeeeeel Knoblauch und Manchego

Ich habe eine sehr tolle spanische Freundin und man kann sich mit ihr wunderbar über Essen unterhalten (das trifft übrigens auf alle meine Freundinnen zu…mmmmhhhh..) Als waschechte Südländerin kann für sie an einem Gericht gar nicht genug Knoblauch sein und das sehe ich  genauso. Zusammen mit Sherry und Manchego ist das Sommeressen perfekt.

  • 3 Paprika (rot und gelb gemischt)
  • 1 Zwiebel
  • 40g Manchego
  • Sherry
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Butter
  • 50ml Sahne
  • 4 Scheiben Weißbrot

Die Zwiebel in der Butter andünsten und die klein geschnittene Paprika dazu geben. Dann mit einem kräftigen Schuss Sherry ablöschen, mit einer Tasse Wasser auffüllen und 2 der 3 geschälten klein geschnittenen Knoblauchzehen dazu geben. Dann mit dem Deckel 10 Minuten köcheln lassen. Dann den geriebenen Manchego dazugeben und alles entweder im Standmixer oder mit dem Pürierstab glatt pürieren. Dann durch ein Sieb geben, damit die harte Paprikahaut drin hängen bleibt. Dann die Suppe mit Sahne, Salz und Pfeffer abschmecken.

Dann die Weißbrotscheiben rösten, mit der dritten Knoblauchzehe abreiben und mit Olivenöl und Salz beträufeln.

Tomaten-Mirabellen Tarte-Tartin

 

Zubereitung. ca. 25 Minuten

Backzeit ca. 15-20 Minuten

Es sind oft die einfachen Gerichte, die einen glücklich machen. Und wenn sie dann so wunderbar schnell gehen und doch raffiniert schmecken, dann machen sie mich doppelt glücklich. Unser Garten quillt gerade über vor Tomaten und wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich Tomatenbrot und Tomatensalat schon nicht mehr sehen. Da ist mir ein Rezept eingefallen, dass wir vor ein paar Jahren im wundervollen „Table“ Restaurant in Stellenbosch gegessen habe. Es war die Vorspeise zu einem Sunday-Roast unter Apfelbäumen und einfach einer dieser perfekten Tage in Südafrika.

  • ca. 1 kg Cherry Tomaten
  • 5 Mirabellen, halbiert und entkernt
  • Thymian oder Romarin
  • Parmesan
  • 120g Mehl
  • 70g kalte Butter
  • Salz/Pfeffer

Für den Teig das Mehl mit der Butter, etwas Salz und 2 EL Wasser verkneten. Dafür muss man sich etwas Zeit nehmen. Wenn es einen glatten Teig ergeben hat, dann noch einmal probieren ob er etwas mehr Salz vertragen kann. Dann zu einer Kugel formen und in Klarsichtfolie eingepackt in den Kühlschrank legen.

Dann in eine nicht allzu große Pfanne mit Eisengriff (denn die muss ja gleich in den Ofen) etwas Öl geben und den gesamten Boden mit den Tomaten und Mirabellenhälften bedecken. Man kann auch Tomaten in unterschiedlichen Farben nehmen oder große Tomate. Da darf man sich ruhig austoben.

Den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen.

Dann die Tomaten und Mirabellen salzen und pfeffern und so lange braten, bis die meiste Flüssigkeit entwichen ist. Dabei immer versuchen die Tomaten durch leichtes rütteln zu drehen, damit sie von allen Seiten schön angebraten sind.

Dann mit Thymian oder Rosmarin je nach Lust und Laune würzen.

Den Teig zu einem Kreis ausrollen und die Seiten vorsichtig mit einem Messer nach unten drücken. Dann in den Ofen geben und ca. 15-20 Minuten goldgelb backen.

Gleich nachdem man die Tarte aus dem Ofen genommen hat, auf einen großen Teller stürzen und sofort mit frischem Parmesan bestreuen. Am besten sofort servieren, dazu passt ein bunter Sommersalat.

Guten Appetit!!

Sommerlicher langsam gebratener Sonntagsbraten mit Mirabellen

 

Ofenfertig in ca. 20 Minuten

Kochzeit 5 Stunden

Mirabellen sind etwas wunderbares und ich kann nie widerstehen, wenn ich sie auf dem Markt entdecke. Da es sie nur für sehr kurze Zeit gibt, schlage ich immer wild zu und habe am Ende eine riesige Schüssel im Kühlschrank. Wenn ich Glück habe, dann schaffe ich noch die ein oder andere Tarte. Aber meistens fehlt die Zeit und die Inspiration um etwas neues auszuprobieren, also werden sie kurz bevor sie matschig und faulig im Kompost landen immer noch schnell zu Marmelade verarbeitet. Ein paar haben dieses Jahr aber Glück gehabt, denn sie durften mit einem wunderbaren Stück Rindfleisch in den Ofen wandern. Das Ergebnis war eine himmlisch fruchtige Soße….oh da läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Der Braten ist schnell Ofenfertig, wird dann aber bei geringer Temperatur langsam gar und fällt am Ende einfach so auseinander. Es ist tolles Gericht, das mit wenig Aufwand und viel Geduld perfekt in einen entspannten Sonntag passt. Am besten man verbringt die Zeit des Wartens entspannt in einer Hängematte im Garten.

Zutaten:

  • 1kg Rinderbraten, am besten Bio
  • 2 Möhren, grob geschnitten
  • 1 große Zwiebel, in Scheiben
  • 10 Mirabellen, geviertelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 Zweig Estragon
  • etwas frischen Thymian
  • Salz/Pfeffer
  • 1 kleines Glas Wermut
  • 3/4 Liter Wasser

Am besten den Braten salzen und zusammen mit den Kräutern 24 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Den Braten ein paar Stunden vor dem zubereiten aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur aufwärmen lassen. Im Bräter mit etwas Öl anbraten bis er leicht braun ist, dann das Gemüse und die Mirabellen dazu geben, 1 Teelöffel Salz und frischen Pfeffer. Die Kräuter dazu geben und mit Wermut und Wasser ablöschen.

Dann den Deckel auf den Bräter und ca. 5 Stunden bei 140°C im Ofen lassen. Ab und zu mal nachschauen, ob er noch genug Flüssigkeit hat.

Man kann das Gemüse jetzt noch zu einer schönen Soße pürieren, nach 5 Stunden ist es aber ohnehin butterweich. Am besten passt dazu ein schöner Kopfsalat mit Kräuterdressing und Kartoffeln in jeder Form.

Guten Appetit und einen schönen Sonntag!

Chocolate-Muesli Cookies

Dieses Rezept war eigentlich eher ein Zufall. Ich wollte Oatmeal-Raisin Cookies backen, hatte aber nicht ausreichend Haferflocken und auch keine Rosinen. ABER: ich hatte Kokosflocken und Schokolade. Daraus wurden absolute Supercookies. Den Zucker habe ich noch durch Honig ersetzt und jetzt futtern meine Jungs die kleinen Köstlichkeiten in kürzester Zeit leer…zugegeben, ich helfe auch ein wenig mit.

  • 200g Honig
  • 110g Butter
  • 1 Bio-Ei
  • 150g Haferflocken, zart
  • 100g Kokosflocken
  • 100g Kuvertüre Zartbitter, klein gehackt
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Zimt
  • 2 EL Kakaopulver

 

Backofen auf 170°C Umluft vorheizen.

Alle Zutaten gut verkneten und dann mit dem Teelöffel zu kleinen Bällchen formen und mi der Gabel in der Mitte platt drücken. Nicht zu dünn, sonst werden sie zu trocken. Auf ein Backpapier legen und ab in den Ofen damit.

Dann ca. 10-15 Minuten backen, bis sie eine schöne Bräune haben. Immer schön ein Auge drauf haben, damit sie nicht zu dunkel werden.

Am besten warm essen und falls doch welche übrig bleiben, dann halten sie sich ein paar Tage in einer luftdichten Box. Nur vorher richtig auskühlen lassen, sonst werden sie matschig in der Keksdose. Enjoy!