White Chocolate Strawberry Cookies

Nachdem einer langen Sommerpause, kommt jetzt der Herbst. Und Herbstzeit ist Cookiezeit. Sobald es draußen kühler wird, schmeiß ich den Ofen an und backe alles, was mir in die Finger kommt (Katzen und Kinder ausgenommen).

Erdbeeren sind für Cookies eigentlich ungeeignet, denn sie sind zu feucht und die Cookies werden zu matschig. Gefriergetrocknete Erdbeeren sind allerdings perfekt und geben den herbstlichen Glückboten eine herrliche sommerliche Note.

  • 200g Butter
  • 220g Vollrohrzucker
  • 2 Bio Eier
  • 1 TL Vanillezucker
  • 300g Mehl
  • 4 EL gefriergetrocknete Erdbeeren
  • 1 TL Natron
  • 1/2 TL Salz
  • 250g Weiße Schokolade

Die Butter zusammen mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig schlagen. Dann langsam die beiden Eier dazu geben.

Das Mehl mit dem Natron und dem Salz vermischen und mit der Buttermischung verrühren.

Die weiße Schokolade mit dem Messer klein hacken und zusammen mit den Erdbeeren unter den Teig heben. Das macht man am besten nur mit dem Löffel, der Schneebesen von der Küchenmaschine bzw. das Handrührgerät zermatschen die Erdbeeren zu sehr.

Den Cookieteig für 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Dann mit Hilfe eines Eisportionierers gleich große Kugeln formen und diese nochmal 10 Minuten ins Gefrierfach legen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 180°C vorheizen.

Wenn der Ofen vorgeheizt ist, die Teigkugeln auf dem Backblech verteilen und in den Ofen schieben. Zwischen den Teigkugeln genug Platz lassen, die Cookies verdoppeln sich beim Backen.

Die Cookies ungefähr 12-15 Minuten backen. Dann rausnehmen und abkühlen lassen. Erst dann kann man sie problemlos vom Blech nehmen.

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Rinderknochenbrühe

Eine warme Brühe ist etwas wunderbares. Es ist nicht nur eine Mahlzeit, es ist etwas zutiefst Berührendes. Eine Brühe sagt: ich wärme dich, ich mach dich gesund, fühl dich wie zu Hause. Eine Tasse Brühe ist Nostalgie pur, denn keine Brühe ist so gut wie die, die eine Mutter für ihr krankes Kind kocht. Eine kräftige Knochenbrühe mit Griesnocken, eine Hühnersuppe mit Buchstabennudeln, eine Rinderbrühe mit Markklößchen…die Liste ist unendlich. Wahrscheinlich könnte man ein ganzes Kochbuch alleine mit Brüherezepten füllen (wir wollen die Hochzeitssuppe mit Eierstich nicht vergessen). Wahrscheinlich hatte Sarah Connor, kurz bevor sie die Nationalhymne singen musste, eine heiße Tasse selbige getrunken. Ich habe kürzlich sogar gelesen, dass Brühe DAS neue Superfood sein soll und in New York ein To Go Becher der selbigen 6$ kostet. Oh my god!

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Für mich war die Vorstellung, eine eben solch gute Brühe zu kochen, mit sehr viel Aufwand und Zeit verbunden. Mit ein Grund, weshalb ich lange, zu lange um ehrlich sein, darauf verzichtet habe. Dabei ist es mehr als simpel und als Belohnung, riecht das Haus ganz köstlich nach Braten (leider folgen darauf oft enttäuschte Gesichter, denn ein Braten ist nicht in Sicht.

Die Essenz einer guten Brühe, sind gute Knochen. Wir holen unser Fleisch immer direkt beim Bio-Bauern. Alle paar Monate wird ein Tier geschlachtet und an diesem „Schlachttag“ holen wir unser Fleischpaket. Es gibt für mich nicht beruhigenderes, als die Menschen kennen zu lernen, die das herstellen was wir essen. Und es ist immer der gleiche Ablauf: Oskar, der Hofhund kennt uns und kommt mit seinem Spielzeug angelaufen, der Bauer macht frische Hausmacher-Wurst in der Scheune und die Bäuerin hat immer Zeit für ein Schwätzchen (wahrscheinlich hat sie die nicht, aber das lässt sie mich nicht spüren). Es gibt mir ein Gefühl von Erdung und ich freue mich, dass es für meine Kinder eine Selbstverständlichkeit ist daran Teil zu haben. Es kostet viel weniger als das Supermarkt-Biofleisch und seit wir den „Schlachttag“ als festen Tag in unserem Kalender haben, essen wir, erstaunlicherweise, weniger Fleisch.

Es gibt immer eine große Tüte bunt gemischter Knochen dazu. Also ist das erste was zu Hause gekocht wird, eine Brühe. Ich koche sie immer auf Vorrat, so hat man immer etwas da. Gerade in der Erkältungszeit gibt es viele Brühe-Notfälle. Außerdem dient sie mir als Basis für viele Suppen, Eintöpfe, Risottos und sogar Curries.

  • 3-5 Rinderknochen
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Möhren
  • ca. 3 cm Ingwer, ungeschält, gewaschen und in Scheiben geschnitten
  • 2-3 Lorbeerbätter

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Die Knochen lege ich in einen großen Bräter, mit dem Fett/Mark nach unten.

Die Zwiebeln waschen und halbieren, ABER ungeschält. Einfach halbieren und zu den Knochen geben. Die Möhren waschen und halbieren, auch zu den Knochen geben. Den Bräter ohne Deckel, in den Ofen schieben. Jetzt einfach warten. Nach 10-15 Minuten fängt es köstlich an zu duften. Wenn das Fett an den Knochen braun ist und lecker aussieht, dann so viel Wasser dazu geben, bis alles gut bedeckt ist .

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Dann die Lorbeerblätter, den Rosmarin und den Ingwer dazu geben und den Deckel drauf machen. In den Ofen schieben, auf 150°C runter stellen und 1,5 Stunden warten. Dann mach ich den Ofen aus und lasse die Brühe ruhig noch ein wenig nachziehen. Es gibt keine Eile. Denn viel mehr passiert nicht. Ich geben sie dann immer durch ein Sieb und kratze aus den warmen Knochen das Mark. Meine Oma hat früher oft Markklößchen-Suppe für mich gemacht, jetzt mach ich sie selbst. Die Knochen bekommt der Hund einer Freundin. Ein Grund für einen kurzen Besuch und eine Tasse Tee.

Ich ziehe die braune harte Haut von den Zwiebeln und hacke sie zusammen mit den Möhren und dem Rosmarin klein. Ich friere sie ein, denn sie werden meine nächste Linsensuppe verfeinern.

Die Brühe kann man jetzt einfrieren oder einwecken. Ich versuche immer eine Hälfte einzuwecken. Den Rest friere ich ein.

Radicchio-Salat mit geröstetem Knoblauch-Teriyaki-Dressing

Es gibt ein paar Klassiker, wie man sich als Deutscher in Italien zum Vollhorst machen kann. Klar, Socken unter den Sandalen, sich über Banalitäten beschweren und natürlich die Aussprache. Bei letzterem habe ich mich eigentlich immer recht sicher gefühlt, bis zu dem Tag, an dem ich eine Idee hatte.

Wir waren vor ein paar Jahren in der Toskana auf einem wunderschönen Weingut und ich, entschlussfreudig wie immer, war der Meinung es ist Zeit für einen Kochkurs bei der fantastischen Köchin. Also noch schnell ein paar andere Gäste zusammen getrommelt und los gings.

Erste Lektion: gefüllte Nudeln. Und genau da ist es passiert. Ich war voll drin im Kochwahnsinn, hab mich für jeden kleinen Furz begeistert und hatte dann die großartige Idee, meine Nudeln mit Raditschio zu füllen. Natürlich habe ich diese, in meinen Augen großartige Idee, laut der Küchenchefin übersetzen lassen und dann fingen alle lauthals an zu lachen. Irgendjemand sagte was von ‚patata‘, was wohl so was heißen sollte wie ‚die blöden Kartoffeln lernens nie, da können die noch so viel Pasta essen‘ und ich wäre am liebsten mitsamt meinem hochrotem Kopf im Erdboden versunken. Denn Radicchio (Aussprache:[raˈdɪki̯o. Unterboten hätte dies nur ein Gnotschi bei den Knochig. Gefüllt habe ich die Nudeln dann mit Käse und mich für den Rest des Kurses dezent im Hintergrund gehalten.

Jetzt muss ich jedesmal schmunzeln, wenn jemand auf dem Markt lauthals eine ‚Raditschio‘ haben will, denn ich habe mein Lehrgeld gezahlt.

Für eine Schüssel Salat benötigt man:

  • kleiner Radicchio oder 1/2 großer Radicchio
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 EL Olivenöl
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 EL Teriyaki-Soße
  • Salz/Pfeffer

Den Radicchio klein schneiden und waschen. Abtropfen lassen und in eine Schüssel geben.

Für das Dressing die Knoblauchzehe in feine Scheiben schneiden. Das Olivenöl zusammen mit den Knoblauchscheiben in einer Pfanne erhitzen und langsam rösten, aber nicht zu dunkel werden lassen. Wenn der Knoblauch duftet mit dem Essig ablöschen und kurz aufkochen. VORSICHT: SPRITZGEFAHR!!

Die Teriyaki Soße dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann alles über den Salat in der Schüssel geben und alles gut vermischen. Dazu passt frisch gehobelter Parmesan und frisches Brot. Mehr braucht man nicht.

Gänseblümchen-Limonade

Ferdinand der Stier würde diese Limonade bestimmt gefallen. Wenn er mal zufällig vorbeikommen sollte, dann werde ich ihm auf jeden Fall ein Glas anbieten.

Ich liebe Kräutertee, im Winter liebe ich meinen frischen Melissentee und im Sommer mach ich aus allem Eistee, was ich im Kräuterbeet so finden kann. Da ich aber auch Limonade liebe, habe ich aus meiner Zitronenlimonade einfach eine Gänseblümchen-Zitronenlimonade gemacht. Dafür benötigt man:

Zutaten:

  • Saft von 5 Bio-Zitronen
  • Zesten von 2 Bio-Zitronen
  • 1-2 Hände Gänseblümchen
  • 150 ml Wasser
  • ca. 10 Blätter frische Melisse oder Minze
  • 1/8 L Holunderblütensirup
  • ca. 2 Liter Wasser/Sprudel

Als erstes die 2 Zitronen heiß waschen und mit dem Sparschäler schöne lange Zesten abschälen.

Dann die restlichen Zitronen auspressen und den Saft zur Seite stellen. Ich erhitze ihn nicht, denn sonst gehen all die schönen Inhaltsstoffe futsch, wär schad‘ drum.

Dann die 150 ml Wasser zum kochen bringen und über die gewaschenen Gänseblümchen gießen. Nach 10 Minuten abgießen und abkühlen lassen.

Die Melisse oder Minze in eine große Karaffe zupfen und den Holunderblütensirup, den Gänseblümchentee, die Zitronenzesten und Saft dazu geben und mit dem eiskalten Sprudelwasser auffüllen. Wenn Euch die Limonade nicht süß genug ist, dann könnt ihr natürlich noch mit Holunderblütensirup nachsüßen. Eis macht sich auch immer gut.

Als Deko kann man auch noch ein paar Gänseblümchen hinein geben. Saulecker und schweinegesund!

 

Rote-Bete Lasagne mit Ziegenkäse und Bärlauch 

Diese Lasagne ist eines meiner absoluten Lieblingsgerichte. Sogar mein Mann, der mich sonst immer traurig anschaut, wenn mal kein Fleisch auf dem Teller liegt, ist rundum zufrieden. Sehr schön…

Man braucht

  • 1 Packung Lasagne-Nudeln
  • 5 große Rote Bete
  • 1 große Zwiebel, gewürfelt
  • 200g Ziegenfrischkäse
  • 100g geriebenen Ziegengouda
  • 100g Bärlauch-Butter
  • 75g Mehl
  • 1,2 Liter Milch
  • Salz & frischen Pfeffer

 

Ich muss gestehen, ich koche meine Lasagnenudeln nie vor. Ich bin eher von der schnellen Sorte und diese wabbeligen Nudeln, die bei mir auch am Ende immer irgendwie zusammen kleben (trotz Öl), lassen mich verzweifeln. Nein danke, ich mag es hart und bis jetzt habe ich noch keine Probleme gehabt.

Man braucht nur genügend Flüssigkeit, damit die Lasagne am Ende nicht zu trocken wird.

Für die Bechamel schmelzt man die Butter in einem Topf und schwitzt die Zwiebel darin an. Dann rührt man das Mehl ein. Schwitzt es kurz an und gibt unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen, die Milch dazu. Immer kurz warten bis es andickt und dann wieder etwas Milch dazu geben. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Abrieb abschmecken. WICHTIG: Rühren, rühren, rühren. Die Bechamel ist etwas dünnflüssiger als die, die man für die klassische Lasagne nimmt, denn die Nudeln haben Durst.

Die Rote Bete waschen, schälen und die Puschel abschneiden. Dann in feine Scheiben schneiden und mit Salz und Öl im Ofen für ca. 30 Minuten bei 170°C röten. Immer mal wieder umrühren. Das Rösten gibt der Roten Bete eine fantastische Süße.

Dann beginnt das Schichten in eine Auflauf- oder Lasagneform. Erst Nudeln, dann Soße, dann Rote Bete und dann Ziegenfrischkäse. Das macht man ungefähr 3 mal. Ab in die Röhre mit dem guten Stück und für ca. 45 Minuten bei 160°C backen. Wichtig, die Lasagne muss wirklich gut mit Soße bedeckt sein und die Soße muss gut abgeschmeckt sein. Nicht zu lasch und nicht zu salzig.

Nach 45 Minuten kann man mit einem Messer prüfen, ob die Nudeln gar sind. Dann mit Ziegengouda bestreuen und goldgelbt backen. Dazu passt fantastisch frische Kresse zur Deko und Feldsalat. Ich wünsche einen guten Appetit!

 

 

Linzer Torte

Ich muss zugeben, dass ich nicht wirklich wusste was eine Linzer Torte ist, bis Maria, eine damalige Aushilfe bei Matildas Kitchen, eine selbstgebackene Linzer Torte in den Laden gebracht hat. Dieser Kuchen war eine Offenbarung. Ich bin auch heute noch der Meinung, dass Maria alleine mit dem Backen dieses Kuchens reich werden könnte.

Ich freue mich seitdem immer, wenn es irgendwo eine Linzer Torte gibt, aber oft ist er mir zu trocken oder zu süß. Der Teig ist eina Art saftiger Mürbeteig und für mich ist die Torte mit HImbeerkonfitüre perfekt. Wer Johannisbeer oder Hagebutte lieber mag, kann natürlich darauf zurück greifen.

  • 250 g Vollkorn-Dinkelmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 250 g heller Muscovado-Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL gemahlene Nelken
  • 1/2 TL gemahlene Bourbon Vanille
  • 1 Messerspitze gemahlene Muskat
  • 250 g gemahlene Mandeln, gerieben
  • 2 Bio-Eier
  • 250 g Butter
  • 1 EL Butter für die Form
  • 125 g Himbeerkonfitüre
  • 2 Eidotter

 

  1. Mehl, Backpulver, Zucker, Gewürze und Mandeln vermengen. Dann die Butter in kleine Stücke zerschneiden, Eier dazugeben und alles zuerst mit dem Knethaken und dann mit den Händen zu einem glatten Mürbteig verkneten. Ungefähr 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
  2. Backofen auf ca. 175°C vorheizen. Torten- oder Tarteform (ca. 26 cm Durchmesser) einfetten.
  3. Zwei Drittel des Teiges in die Tortenform drücken, sodass der Boden gleichmäßig bedeckt ist. Dann einen ca. 3cm hohen Rand hochziehen. Die Marmelade darauf verteilen.
  4. Das letzte Drittel des Teiges zu mehreren etwa 1 cm dünnen Rollen rollen. Diese Rollen gitterförmig auf die bestrichene Torte legen.
  5. Gitter und Rand mit verquirltem Ei bestreichen.
  6. Etwa 45 Minuten backen, bis die Torte goldbraun ist.
  7. Abkühlen lassen.

Mein Tipp:

Ich mag am liebsten die Konfitüre mit dem Zuckerverhältnis 2:1, denn sie ist nicht so süß. Allerdings hält sie sich auch nicht so lange. Wenn man die Torte also ein paar Tage aufbewahren möchte (denn nach ein paar Tagen entfaltet sie erst richtig ihr Aroma), dann sollte man auf die klassische 1:1 Konfitüre zurück greifen. Ich bewahre die Torte meistens in kleineren Stücken in einer luftdichten Dose auf. Da hält sie entspannt 1 Woche…länger musste sie aber sowieso noch nie dort verweilen.