Rustikale Rote Bete Hummus Galette mit Kerbel-Chermoula

Die Franzosen können backen. Für mich, sind die Franzosen sogar die besten Bäcker der Welt. Egal ob Brioche, Quiche, Tarte, Madeleines oder Petit Fours, alles ist mit einer raffinierten Leichtigkeit versehen und bietet Spielraum für die eigene Kreativität.

Galette ist eigentlich ein Buchweizenpfannkuchen und typisch ist der eingeschlagene Rand. Ich liebe sie, denn man muss keine Form fetten, sondern backt alles einfach auf dem Backblech.

Die geröstete Rote Bete harmoniert super mit dem Hummus und der Kerbel macht es zu einem richtig leckeren Herbstessen.

Für den Teig

  • 250g Mehl
  • 125g kalte Butter
  • 150 g Butter, kalt und in Würfel geschnitten 
  • 150g Weizenmehl Typ 550
  • 100g Roggenvollkornmehl
  • 1 TL Salz 
  • 1 EL Apfelessig 
  • 70 ml Wasser, eiskalt 
  • 1 EL getrockneter Tymian

Für den Belag

  • 150g Hummus
  • 1 große oder 2 kleine Rote Bete
  • Salz und Öl
  • 100g eingelegte Fetawürfel

Für die Chermoula

  • 1 Bund Kerbel
  • 1 Biozitrone
  • Salz/Pfeffer
  • 3 EL Öl
  • 1/2 Paprikapulver edelsüß
  • 1 Knoblauchzehe

Mehl und Tymian mit Salz vermischen und dann die Butter einarbeiten. Das geht mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder mit den Händen. Den Essig mit dem Wasser vermischen in den Teig einarbeiten. Wenn der Teig glatt ist, abdecken und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank geben.

Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Rote Bete entweder gut abbürsten oder schälen und in feine Scheiben schneiden. Das geht entweder mit dem Hobel oder der Küchenmaschine.

Dann die Rote Bete in einer Schüssel mit Salz und Öl vermischen und in einer Backform im Backofen rösten, bis sie gar ist.

Für die Chermoula den gewaschenen Kerbel mit der Knoblauchzehe, Öl, dem Abrieb und dem Saft der Zitrone mit dem Mixer oder dem Pürierstab zu einem Pesto verarbeiten. Dann mit dem Paprikapulver vermischen und mit Salz abschmecken.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einem leicht bemehlten Backpapier zu einem flachen Kreis ausrollen (ca. 4mm dick). Dann den Hummus darauf verteilen, die geröstete Rote Bete darüber geben und mit dem eingelegten Feta toppen.

Dann den Rand (ca. 3cm) einschlagen und im Backofen bei 180°C auf unterster Schiene ca. 20 Minuten backen.

Die Tarte mit der Kerbel-Chermoula servieren.

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White Chocolate Strawberry Cookies

Nachdem einer langen Sommerpause, kommt jetzt der Herbst. Und Herbstzeit ist Cookiezeit. Sobald es draußen kühler wird, schmeiß ich den Ofen an und backe alles, was mir in die Finger kommt (Katzen und Kinder ausgenommen).

Erdbeeren sind für Cookies eigentlich ungeeignet, denn sie sind zu feucht und die Cookies werden zu matschig. Gefriergetrocknete Erdbeeren sind allerdings perfekt und geben den herbstlichen Glückboten eine herrliche sommerliche Note.

  • 200g Butter
  • 220g Vollrohrzucker
  • 2 Bio Eier
  • 1 TL Vanillezucker
  • 300g Mehl
  • 4 EL gefriergetrocknete Erdbeeren
  • 1 TL Natron
  • 1/2 TL Salz
  • 250g Weiße Schokolade

Die Butter zusammen mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig schlagen. Dann langsam die beiden Eier dazu geben.

Das Mehl mit dem Natron und dem Salz vermischen und mit der Buttermischung verrühren.

Die weiße Schokolade mit dem Messer klein hacken und zusammen mit den Erdbeeren unter den Teig heben. Das macht man am besten nur mit dem Löffel, der Schneebesen von der Küchenmaschine bzw. das Handrührgerät zermatschen die Erdbeeren zu sehr.

Den Cookieteig für 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Dann mit Hilfe eines Eisportionierers gleich große Kugeln formen und diese nochmal 10 Minuten ins Gefrierfach legen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 180°C vorheizen.

Wenn der Ofen vorgeheizt ist, die Teigkugeln auf dem Backblech verteilen und in den Ofen schieben. Zwischen den Teigkugeln genug Platz lassen, die Cookies verdoppeln sich beim Backen.

Die Cookies ungefähr 12-15 Minuten backen. Dann rausnehmen und abkühlen lassen. Erst dann kann man sie problemlos vom Blech nehmen.

Gebackener Milchreis mit Johannisbeer-Himbeer Kompott

Wenn mich jemand fragen würde, was das ultimative Soul Food ist, dann müsste ich nicht lange überlegen. MILCHREIS!

Warm, kalt, gebacken, gekocht, mit Zimt-Zucker, Kompott, Früchten, Beeren, Apfelbrei, egal. Ich liebe Milchreis. Aber den Richtigen. Den selbstgemachten. Der nach Liebe und Geduld schmeckt. Nicht der Fertigkram aus dem Kühlregal, der viel zu süß ist und zu stark nach naturidentischem Vanille-Aroma schmeckt. Der ist Frevel. Milchreis macht man selbst. Punkt!

Gebackener Milchreis ist etwas für Sonntags, wenn ich als erste wach bin und meinen Jungs etwas Gutes tun möchte. Die lieben nämlich auch alle Milchreis. Und zwar den Richtigen. Und der hier ist richtig geil. Und man muss nicht die gesamte Zeit rühren, sondern kann auf der Couch die Zeitung lesen, Kaffee trinken und wenn dann alle wach sind, bekommt man die Lorbeeren ohne viel gemacht zu haben.

Milchreis

  • 30g Butterflöckchen plus extra zum einfetten
  • 2 EL Honig oder Ahornsirup
  • 100g Milchreis
  • 1 Vanilleschote
  • 650ml Milch
  • 250ml Sahne
  • Zimt zum bestäuben

Kompott

  • 500g Johannisbeeren
  • 500g Himbeeren
  • 100g Vollrohrzucker
  • 1 Vanilleschote
  • 1 handvoll Lavendelblüten

Den Rand einer Ofenform mit Butter einfetten. Das Einfetten ist deswegen so wichtig, damit der Milchreis im Ofen nicht überkocht. Die Form sollte außerdem so groß sein, dass man nicht alles vollsaut, wenn man sie mit dem Milchreis in den Ofen schiebt. Also ruhig etwas Luft nach oben lassen.

Die Milch und Sahne in einen Topf geben. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark und Schote in dazu geben. Die Milch aufkochen lassen und den Honig sowie den Milchreis dazu geben. 10 Minuten köcheln lassen, immer gut umrühren und dann alles in die gefettete Auflaufform geben. Mit Zimt bestreuen und die Butterflöckchen drauf setzen.

Vorsichtig in den Ofen schieben, den Ofen auf 130°C anstellen und für 1 Stunde und 45 Minuten backen.

Die Johannisbeeren mit der Gabel von den Rispen befreien und zusammen mit den Himbeeren, dem Zucker, der Vanilleschote und den Lavendelblüten in einen Topf geben und mit Deckel bei niedriger Hitze 15 Minuten köcheln lassen. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Den Milchreis aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten stehen lassen.

Zusammen mit dem Kompott servieren und fettes Lob einkassieren.

Gegrillte Zucchini mit Zitronengras-Dressing

Im Moment erscheinen über Nacht neue Zucchini und Gurken im Beet. Zucchini an sich sind relativ lahm, aber gerade deswegen eignen sie sich hervorragend als Grundlage für tolle Saucen und Dressings.

Ich habe mir letztes Jahr ein kleines Strauch Zitronengras im Topf gekauft und dieses Jahr ist er schon riesig. Ich nutze ihn irgendwie viel zu selten aber genau für dieses Dressing habe ich ihn wieder entdeckt.

Mein Pürierstab ist mir vor einiger Zeit um die Ohren geflogen und ich habe auch keine Ambitionen mehr, mir einen neuen zu kaufen. Es steht genug Zeug rum. Für kleine Sachen nehme ich jetzt immer den Steinmörser. Er ist mittlerweile eines meiner liebsten Küchengeräte, ist schnell zu reinigen und nimmt nicht viel Platz weg.

  • 2 Zucchini
  • 1 Stange Zitronengras
  • 1 Knoblauchzehe, in Scheiben
  • Saft von 1 Limette
  • 1 Kaffir-Limettenblatt
  • 3 EL Öl
  • 1 Chili, entkernt und klein geschnitten
  • 1 EL Tamari
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 handvoll glatte Petersilie oder Koriander, gehackt

Die Zucchini vierteln, salzen und mit etwas Öl auf dem Grill von allen Seiten angrillen oder im Backofen bei 200°C backen, bis sie braun sind.

Auf einer Platte anrichten.

Das Zitronengras von der äußeren harten Schale befreien und in kleine Scheiben schneiden. Das Limettenblatt klein schneiden und zusammen mit dem Zitronengras, dem Knoblauch und dem Öl in den Mörser oder Mixer geben. Zu einer glatten Masse verarbeiten. Die Frühlingszwiebel in feine Scheiben schneiden und zusammen mit der Petersilie/Koriander, dem Limettensaft, der Chili und dem Tamari in eine Schüssel geben. Dann die Zitronengrasmasse dazu geben und alles gut verrühren, abschmecken und über die Zucchini geben.

Johannisbeersirup mit Grapefruit und Rosmarin

Nachdem ich vorletzte Woche den Kirschsirup gemacht habe, bin ich auf den Geschmack gekommen. Fazit: selbst gemachter Sirup ist total easy und ziemlich lecker. Außerdem ist es ein tolles Mitbringsel zur nächsten Gartenparty.

Letztes Jahr habe ich Unmengen von Johannisbeermarmelade gemacht, denn ich wollte an Weihnachten eigentlich Spitzbuben machen. Allerdings war die Vorweihnachtszeit so hektisch, dass das Plätzchen backen ziemlich untergegangen ist. Also ist der Bedarf an Johannisbeermarmelade gedeckt, aber der Sommer noch lang und Sirup muss her.

  • 1kg Johannisbeeren
  • 500g Zucker
  • Saft von 4 Grapefruit
  • 500ml Wasser
  • 4-7 Rosmarinstängel

Die Johannisbeeren waschen und zusammen mit dem Wasser aufkochen. (Die Stängel lasse ich einfach dran, denn am Ende wird ja sowieso alles durch ein Sieb passiert.

Wenn die Beeren weich sind, durch ein Sieb geben und zusammen mit dem Zucker, dem Grapefruitsaft und dem Rosmarin in einem Topf aufkochen.

Die Rosmarinstängel rausnehmen und in die sterilisierten Flaschen geben. Dann mit einem Trichter den kochenden Sirup einfüllen. Vorsicht, denn immer wenn es schnell gehen muss, verbrennt man sich die Flossen.

Der Sirup ist super als Limonade aber durch seine leicht bittere Note, eignet er sich auch als Aperitif. Denn Bitterstoffe tun uns gut, habe ich gelernt!

Ziegenkäse Lemon-Cheesecake mit gebackenen Lavendel-Aprikosen

Wenn ich zur Osteopathie gehe, dann ist das wenig wie auf dem Schwarzmarkt. Da wird Kimchi gegen Sauerkirsch-Gelee und Walnussmakronen gegen das beste Ketchup der Welt getauscht. Das ist nicht etwa einem neuen Bonussystem der gesetzlichen Krankenkassen geschuldet, sondern daran, dass meine Osteopathin eine tolle Freundin und genauso große Essensliebhaberin wie ich bin. Das letzte Mal haben Beerenmarmelade aus der Pfalz und Ziegen-Cheesecake vom Borough Market den Besitzer gewechselt.

Ich muss zugeben, ich war skeptisch. Süss und Ziegenkäse geht eigentlich gar nicht bei mir. Ich habe einmal ein Cappuccino mit Ziegenmilch zum Frühstück probiert…das war eine traumatische Erfahrung, die ich bis heute nicht vergessen kann. Also war ich sehr sehr vorsichtig. Ich hatte noch gebackene Aprikosen, die ich zum Joghurt essen wollte, also habe ich sie als „Airbag“ benutzt, um das Schlimmste zu verhindern. Und siehe da, ich hätte die Aprikosen nicht wirklich gebraucht, aber sie haben den Kuchen noch reizender gemacht. Es war einfach köstlich.

Endlich hatte ich trotz Kita-Sommerpause Zeit einen zu backen. Oh was war das fein. Und meine Jungs lieben ihn. Da er nur mit Honig gesüsst ist, ist auch ein Stückchen mehr drin.

Kruste

  • 150g Haferkekse
  • 75g geschmolzene Butter

Füllung

  • 350g Ziegenfrischkäse
  • 250g Frischkäse, Doppelrahmstufe
  • 200g griechischer Joghurt
  • 4 EL Honig
  • Abrieb von 1 Bio Zitrone
  • 1 EL Vanillezucker
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 3 Bio Eier, getrennt

Kompott

  • 500g Aprikosen
  • 1 handvoll Lavendelblüten
  • 2 EL Vanillezucker
  • Butterflöckchen

Die Kekse zerkleinern. Das geht wunderbar im Mixer, oder man prügelt mit dem Nudelholz auf die geschlossene Kekspackung ein. Das hätte dann auch gleich etwas therapeutisches. Dann die Butter schmelzen. Die Keksbrösel in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben, die Butter dazu tun, alles vermischen und einen glatten Boden formen. In den Kühlschrank stellen.

Die Eier trennen. Das Eigelb zusammen mit allen anderen Zutaten für die Füllung verrühren, bis es keine Klümpchen mehr gibt.

Den Backofen auf 160°C vorheizen.

Das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz steig schlagen und langsam unter die Füllung heben. Dann die Füllung auf den Keksboden aus dem Kühlschrank geben und ab in den Ofen. Aber vorher den Kuchen noch mit einem Backpapier abdecken, sonst wird er zu dunkel. Backzeit ca. 50 Minuten. Den Kuchen vollständig auskühlen lassen.

Die Aprikosen halbieren, in eine Auflaufform setzen und mit Vanillezucker und den Lavendelblüten bestreuen. Die Butterflöckchen drauf setzen und im Ofen bei 180°C ca. 15 Minuten backen. Das würde ich erst kurz vorm servieren machen, denn dann sind sie noch lauwarm, der Kuchen schön kalt…hach, was für eine Freude.

Schneller Bohnensalat mit Teriyaki-Ingwer Dressing

Im Sommer muss es bei mir immer schnell gehen, denn es gibt zu viel zu tun. Schwimmbad, Garten und das Entspannen auf der Gartenliege sind soooo viel wichtiger als stundenlang in der Küche zu stehen. Dieser Salat ist für nur 1 Person. Wer also mehr möchte, kann die Zutaten einfach anpassen. Man kann auch toll etwas gebratenen Tofu dazu machen. Ich hatte leider keine Zeit dafür, musste ins Schwimmbad.

  • 1 Handvoll Stangenbohnen/Zuckerschoten/Erbsen
  • 1 Handvoll Salatblätter
  • 1 Stück Gurke, klein geschnitten
  • 2 geringelte oder rote Bete
  • 1 TL Kreuzkümmel

Für das Dressing:

  • 2 EL Öl
  • 1 Knoblauchzehe, klein geschnitten
  • 2 EL Teriyaki Soße
  • 1 EL Tamari
  • Saft und etwas Abrieb von 1 Bio Zitrone
  • 1 TL Sesam
  • 1/2 TL geriebene Ingwerwurzel
  • 1 Frühlingszwiebel (also eine Stängelchen)

Die Bete abschrubben, in dünne Scheiben schneiden und mit Öl, Salz und etwas Kreuzkümmel im Ofen rösten, bis sie gar sind.

Die Stangenbohnen/Erbsen/Zuckerschoten in Salzwasser garen und den Salat waschen. Salat und Gurke auf einem Teller anrichten. Die geröstete Bete darüber geben. Man muss nicht die gesamte Bete nutzen. Man kann sie wunderbar aufheben und abends aufs Brot schmieren oder zum nächsten Salat essen.

Den Knoblauch im Öl andünsten bis er duftet. Dann mit allen anderen Zutaten für das Dressing vermischen. Die Bohnen mit dem Dressing vermischen und über den Salat geben.