Giersch, mein liebstes Unkraut

Gefunden habe ich den Giersch auf dem Höchster Wochenmarkt. Ja ich weiß, schon wieder der Höchster Wochenmarkt, aber was soll ich sagen… egal. Auf jeden Fall hat mir die liebe Frau Geis von all den tollen Vorzügen des Giersch erzählt. Entzündungshemmend, antibakteriell, entsäuernd und für die Blase ist das ja überhaupt das Wundermittel und am Ende stand ich mit einer Tüte Giersch in der Küche und war etwas ratlos. „Viel Knoblauch“ hat Frau Geis noch gesagt und „den kann man verarbeiten wie Spinat“. Nun ja, er ist nicht so zart wie Spinat. Gemerkt habe ich das aber erst nach dem Kochen und nachdem ich 5 Minuten auf einem Bissen rumgekaut habe wie eine Bergziege. Was aber wunderbar funktioniert ist, wenn man den gekochten Giersch nochmal klein hackt. Einfach abkühlen lassen, abtropfen und mit einem großen Messer schön klein hacken. Dann gaaaaaaaaanz viel gehackten Knoblauch kurz in etwas Olivenöl anschwitzen und alles mit Salz und Pfeffer unter den Giersch mischen. Er hat einen ganz eigenen Geschmack und man sollte ihn nicht kurz vorm zu Bett gehen essen, denn sonst ist man die ganze Nacht unterwegs, denn er wirkt stark harntreibend.

Ganz entzückt war ich, als ich gelesen habe, dass man Giersch auch gegen lästige Kilos einsetzen kann. Da er den Stoffwechsel anregt, und heutzutage ist alles gut, was den Stoffwechsel anregt, und den Körper entsäuert. Er kann auch ganz einfach als Tee getrunken werden, um die ein oder andere Detoxkur zu unterstützen.

Er hat außerdem einen unglaublich hohen Anteil an Vitamin C, viermal höher als Zitronen und ist vollgepackt mit Mineralstoffen.

Wenn man unter Mückenstichen und Sonnenbrand leidet, dann zertößt man den Giersch und schmiert die Pampe auf die betroffene Stelle. Ich muss allerdings zugeben, dass es gerade auf den Schultern zu einer ziemlich großen Sauerei kommen kann. Aber wenn man aus dem Giersch einen Sud herstellt, kann man ein Tuch damit befeuchten und auf die Schultern legen. Das kühlt auch wunderbar (gerade ausprobiert, funktioniert)

Den Sud stellt man her, indem man eine Hand voll Giersch im Mörser zerstößt und in eine Karaffe gibt. Mit Wasser auffüllen und 2 Stunden kalt stellen. Dann abseihen und fertig.
Ich bin begeistert und halte nun immer Ausschau, denn da er ja sowieso gekocht wird, kann ich ihn auch in freier Wildbahn pflücken. Man kann auch ein wunderbares Pesto aus ihm machen. Dann sollte er allerdings aus dem Garten kommen, damit man weiß das er nicht als Hundetoilette genutzt wurde.

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